Maishühnchen mit Flusskrebsen, Bohnen und Kartoffelroulade

Ach ihr Lieben, es war in letzter Zeit so ruhig hier auf meinem Blog. Nicht, dass ihr denkt, dass ich nicht mehr blogge, nein, ich hatte einfach in letzter Zeit sehr viel Stress und wenig Zeit sowohl zum Kochen als auch zum Bloggen. Aber jetzt wird es wieder besser, obwohl nun natürlich der Weihnachtsstress beginnt. Normalerweise steht am 20. Dezember unser Weihnachtsmenü, nur dieses Jahr leider bisher noch nicht. Aber ich werde am Wochenende meine Denkmaschine anwerfen und mir etwas feines überlegen. Es müssen schließlich noch die Zutaten besorgt werden, einiges sollte man am besten vorbestellen. Ach je, aber ich bin zuversichtlich, dass es klappt und unsere Lieben an Heiligabend mit Köstlichkeiten aus der puhlskitchen versorgt werden.

Für euch habe ich diesmal einen tollen Hauptgang, der sich auch im Weihnachtsmenü durchaus sehen lassen kann. Das Rezept stammt von Björn Freitag und wurde von mir leicht abgewandelt.

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Zutaten für 4 Personen

für das Hühnchen
5 Maishuhnbrüste mit Haut (wer keine bekommt kann auch normale Hühnerbrüste nehmen)
2 cl Cognac (ich habe Rum genommen)
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Zahnstocher

300 g Langostinoschwänze (ich habe Flusskrebse genommen)

für das Bohnengemüse
1 kg dicke Bohnen (aufgrund der Jahreszeit kann man auf die Bohnen aus dem Glas zurückgreifen)
3 Tomaten
2 Schalotten
1 Bund Bohnenkraut
200 ml Gemüsebrühe
200 g Crème fraîche
50 g Butter
Salz
Pfeffer aus der Mühle

für die Kartoffelroulade
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
100 g Butter
2 EL Speisestärke
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

für die Crêpes
150 ml Milch
100 g Mehl
2 Eier
1 EL Olivenöl
etwas Butter zum Ausbacken

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Zubereitung

Kartoffelroulade
Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in Salzwasser gar kochen. Noch dampfend durch die Kartoffelpresse drücken und mit Butter und Speisestärke vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Crêpes
Die Eier kurz aufschlagen und mit der Milch verrühren. Dann das Mehl einsieben und unterrühren. Zum Schluss das Olivenöl hineingeben. In einer Pfanne mit Butter Crêpes ausbacken. Diese mit der Kartoffelmasse bestreichen und stramm in Alufolie einwickeln. Etwa eine Stunde kühl stellen.

Maishühnchenbrüste
Für die Farce von einer Maishuhnbrust die Haut abziehen und das Fleisch fein würfeln. Mit Sahne, Cognac (oder Rum), Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen und ca. 15 Minuten kalt stellen. In der Zwischenzeit das Langostinofleisch auslösen und in grobe Würfel schneiden. Ich habe Flusskrebse genommen und diese grob zerkleinert. Das Fleisch zur Farce geben und vermischen.

Hühnchenbrüste waschen und trocken tupfen. Mit einem Messer die Brüste längst einstechen, sodas eine Tasche für die Füllung entsteht. Die Farce vorsichtig einfüllen und mit den Zahnstochern verschließen. Die Maishuhnbrüste von beiden Seiten mit Salz und Peffer würzen und bei 180 °C im vorgeheizten Backofen auf einem Gitter mit der Hautseite nach oben ca. 25 Minuten garen.

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Bohnengemüse
Die Bohnenkerne aus der Schote brechen und die feine Haut ablösen. Dann in einem Topf mit Butter anschwitzen. Schalotten schälen und fein würfeln, zu den Bohnen geben. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, mit Bohnenkraut, Pfeffer und Salz würzen und kurz aufkochen. Tomaten vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. Das Bohnenkraut aus dem Topf nehmen, Crème fraîche unterrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Anrichten die Tomatenwürfel hinzugeben und warm werden lassen.

Die Kartoffelrouladen vorsichtig aus der Alufolie wickeln, in Stücke schneiden und in einer Pfanne in Butter kross anbraten. Das Bohnengemüse auf vorgewärmte Teller geben. Zahnstocher entfernen. Die Maishühnerbrüste aufschneiden und mit der Kartoffelroulade servieren.

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Dieses Gericht ist einfach köstlich und wird bei uns sicherlich öfter auf den Tisch kommen. Kartoffelstampf in Form einer Roulade zu servieren ist sicherlich kreativ und etwas fürs Festtagsauge.

Lasst es euch schmecken!

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Iberico-Schweinefilet mit Fettuccine im Parmesankörbchen und Bohnenbündel

Hallöchen ihr Lieben, ich habe mich endlich getraut 🙂

Ich habe mich getraut in einem Online-Shop Fleisch zu bestellen. Ihr habt richtig gelesen – ich habe Fleisch online bestellt. Geht nicht? Oh doch, und da gibt es einige Anbieter. Anfangs war ich sehr skeptisch und habe lange hin und her überlegt, doch dann hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich habe mich in den Bestellprozess gestürzt. Hat auch alles wunderbar geklappt. Das Fleisch kam bei diesen warmen Temperaturen gut gekühlt per Expresslieferung an. „Online-Metzgereien“ sind eine gute Alternative zum heimischen Metzger, der (fast) nur Fleisch von gezüchteten Hybridschweinen anbietet.

Iberico Schweine sind eine in Spanien heimische, halbwilde Rasse, die freilaufend mit Eicheln gemästet werden. Das Fleisch der Iberico Schweine hat einen saftigen und nussigen Geschmack.

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Zutaten für 2 hungrige Personen
400 g Iberico-Schweinefilet
Tasmanischer Pfeffer (2 Körner)
Rosmarin

100 g Brechbohnen

70 g Parmesan
150 g Fettuccine
1/2 kleine Zucchini
1 kleine Möhre
8 Cocktailtomaten
1 EL Butter
6 Salbeiblätter

250 ml Bratenfond
50 ml Weißwein
1 EL Sojasauce
Kreuzkümmel
Tasmanischer Pfeffer (3 Körner)

Salz
Pfeffer
Schwarzes Hawaii-Salz

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Zubereitung
Das Iberico-Schweinefilet in zwei Vakuumbeuteln mit je 1 Zweig Rosmarin, 1 Korn Tasmanischem Pfeffer und etwas Olivenöl vakuumieren. Thermalisierer auf 57 °C aufheizen lassen und anschließend das Schweinefilet im Wasserbad 50 Minuten garen.

Für die Parmesankörbchen den Backofen auf 160 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Aus fein geriebenem Parmesan 2 runde Kreise formen und im Backofen schmelzen lassen. Herausnehmen und soforn über eine Müsli-Schale o.ä. legen und in Form bringen.

Für die Jus den Bratenfond, Weißwein, Sojasauce, Kreuzkümmel und Pfefferkörner zum Kochen bringen und auf die Hälfte einreduzieren lassen.

Bohnen waschen und die Enden kürzen. Etwa die Hälfte der Bohnen der Länge nach aufschneiden. Die restlichen Bohnen in ca. 3-4 cm lange Stengel kürzen und mit Küchengarn zu Bündeln binden. Salzwasser aufkochen und sowohl die Bündel als auch die aufgeschnittenen Bohnen ca. 4 Minuten darin köcheln.

Zucchini waschen, Möhre schälen. Zucchini und Möhre in dünne Stifte schneiden. Cocktailtomaten waschen und 6 davon halbieren.

Fettuccine nach Packungsanleitung in Salzwasser kochen. Nudeln abgießen. Butter in einer Pfanne zerlassen. Zucchini- und Möhrenstifte kurz andünsten, salzen und pfeffern. Salbeiblätter grob hacken und mit den Nudeln und den halbierten Cocktailtomaten zu dem Gemüse geben. Alles kurz durchschwenken.

Das Iberico-Schweinefilet aus dem Beutel nehmen, trockentupfen und in einer heißen Pfanne von beiden Seiten kurz scharf anbraten. In Alufolie wickeln und 3 Minuten ruhen lassen.

Die Gemüse-Fettuccine im Parmasankörbchen anrichten und mit einer Cocktailtomate garnieren. Bohnen auf vorgewärmte Teller geben, die Bündel daneben platzieren. Das Schweinefilet auf das Bohnennetz legen und mit schwarzem Hawaii-Salz würzen. Jus dazureichen.

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Das Iberico-Schweinefilet war einfach ein Traum. Geschmacklich völlig anders als das übliche Schweinefilet. Es lohnt sich etwas anderes auszuprobieren 🙂

Ihr könnt das Ganze natürlich auch mit normalem Schweinefilet und ohne Sous-Vide-Gerät kochen. Dafür das Fleisch scharf anbraten und bei 100 °C im Backofen gar ziehen lassen.

Kalbsrückensteak mit Scampis und Fettuccine an Paprikaschaum

Heute ist es soweit: Mr. P. und ich sind mittlerweile 2 Jahre verheiratet. Wie die Zeit vergeht… Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie nervös wir vor dem Standesamt-Termin waren und wie viel Stress die ganzen Vorbereitungen für die große Feier nach der kirchlichen Trauung mit sich zogen. Aber das war nichtsdestotrotz angenehmer Stress. Dieser schöne Tag ging damals so schnell vorbei, was uns aber geblieben ist, sind unsere Erinnerungen, Fotos und unser Hochzeitsvideo. Viele unserer Gäste schwärmen noch heute von diesem rauschenden Fest und das macht uns natürlich stolz.

Auf den 2. Hochzeitstag habe ich mich sehr gefreut. Mr. P. hat bereits im Laufe der Woche angekündigt, dass er heute die Küche für sich haben möchte. Mein Herzallerliebster hat heute auch das Frühstück gemacht, mit leckerem Rührei à la Mr. P. Mmmm, lecker war’s! Auf das Abendessen habe ich riesig gefreut. Zwar hat er dieses tolle Essen zubereitet, aber ich möchte euch das Rezept nicht vorenthalten, denn das war wirklich köstlich!

Kalbsrückensteak mit Scampis an Fettuccine und Keniabohnen mit Paprikaschaum

Zutaten für 2 Personen
400 g Kalbsrückensteak
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
6 Riesengarnelen
etwas Zitronensaft
200 g Fettuccine
je 1 gelbe und orangene Paprikaschote
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL geschlagene Sahne
Olivenöl
100 g Keniabohnen
25 g Hummerpaste
200 ml Fischfond
2 EL Butter
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

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Zubereitung
Das Kalbsrückensteak waschen, trockentupfen mit Rosmarin und Thymian vakuumieren und bei 60 °C für 45 Minuten ins Wasserbad legen.

Paprika waschen, entkernen und klein schneiden. Knoblauch und Schalotte abziehen, fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch mit der Schalotte glasig dünsten (etwas Knoblauch und Schalotte beiseite stellen – wird für die Riesengarnelen benötigt). Die geschnittene Paprikaschoten in die Pfanne geben und weitere 5 Minuten weitergaren. Fischfond angießen und die Hummerpaste unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und ca. 20 Minuten weichkochen. Sobald der Paprika weich ist, diesen mit einem Pürierstab pürieren. Durch ein Sieb streichen und warmhalten.

Bohnen waschen, die Enden etwas kürzen. Fettuccine in Salzwasser nach Packungsanleitung kochen. 5 Minuten bevor die Nudeln gar sind, die Bohnen zu den Nudeln geben und mitköcheln lassen. Beides abgießen, in eine Pfanne mit 2 EL geschmolzener Butter geben und kurz durchschwenken.

Riesengarnelen waschen, trocken tupfen halbieren und den Darm entfernen. Öl in einer Pfanne erhitzen, den Rest Knoblauch und Schalotte kurz andünsten und die Scampis dazugeben. Kurz von beiden Seiten anbraten und mit ein paar Spritzern Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Paprikaschaum mit 2 EL Sahne verfeinern und noch einmal kurz mit dem Pürierstab aufschlagen.

Das Kalbsrückensteak aus der Folie nehmen und ein paar Sekunden von beiden Seiten scharf anbraten. Fettuccine auf vorgewärmte Tellen geben. Mit Scampis, Kalbsrückensteak und Paprikaschaum anrichten und mit Basilikumblättchen garnieren.

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Bon appétit! Es war unglaublich köstlich!!!