Kalbsrückensteak mit Scampis und Fettuccine an Paprikaschaum

Heute ist es soweit: Mr. P. und ich sind mittlerweile 2 Jahre verheiratet. Wie die Zeit vergeht… Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie nervös wir vor dem Standesamt-Termin waren und wie viel Stress die ganzen Vorbereitungen für die große Feier nach der kirchlichen Trauung mit sich zogen. Aber das war nichtsdestotrotz angenehmer Stress. Dieser schöne Tag ging damals so schnell vorbei, was uns aber geblieben ist, sind unsere Erinnerungen, Fotos und unser Hochzeitsvideo. Viele unserer Gäste schwärmen noch heute von diesem rauschenden Fest und das macht uns natürlich stolz.

Auf den 2. Hochzeitstag habe ich mich sehr gefreut. Mr. P. hat bereits im Laufe der Woche angekündigt, dass er heute die Küche für sich haben möchte. Mein Herzallerliebster hat heute auch das Frühstück gemacht, mit leckerem Rührei à la Mr. P. Mmmm, lecker war’s! Auf das Abendessen habe ich riesig gefreut. Zwar hat er dieses tolle Essen zubereitet, aber ich möchte euch das Rezept nicht vorenthalten, denn das war wirklich köstlich!

Kalbsrückensteak mit Scampis an Fettuccine und Keniabohnen mit Paprikaschaum

Zutaten für 2 Personen
400 g Kalbsrückensteak
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
6 Riesengarnelen
etwas Zitronensaft
200 g Fettuccine
je 1 gelbe und orangene Paprikaschote
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL geschlagene Sahne
Olivenöl
100 g Keniabohnen
25 g Hummerpaste
200 ml Fischfond
2 EL Butter
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

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Zubereitung
Das Kalbsrückensteak waschen, trockentupfen mit Rosmarin und Thymian vakuumieren und bei 60 °C für 45 Minuten ins Wasserbad legen.

Paprika waschen, entkernen und klein schneiden. Knoblauch und Schalotte abziehen, fein hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch mit der Schalotte glasig dünsten (etwas Knoblauch und Schalotte beiseite stellen – wird für die Riesengarnelen benötigt). Die geschnittene Paprikaschoten in die Pfanne geben und weitere 5 Minuten weitergaren. Fischfond angießen und die Hummerpaste unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und ca. 20 Minuten weichkochen. Sobald der Paprika weich ist, diesen mit einem Pürierstab pürieren. Durch ein Sieb streichen und warmhalten.

Bohnen waschen, die Enden etwas kürzen. Fettuccine in Salzwasser nach Packungsanleitung kochen. 5 Minuten bevor die Nudeln gar sind, die Bohnen zu den Nudeln geben und mitköcheln lassen. Beides abgießen, in eine Pfanne mit 2 EL geschmolzener Butter geben und kurz durchschwenken.

Riesengarnelen waschen, trocken tupfen halbieren und den Darm entfernen. Öl in einer Pfanne erhitzen, den Rest Knoblauch und Schalotte kurz andünsten und die Scampis dazugeben. Kurz von beiden Seiten anbraten und mit ein paar Spritzern Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Paprikaschaum mit 2 EL Sahne verfeinern und noch einmal kurz mit dem Pürierstab aufschlagen.

Das Kalbsrückensteak aus der Folie nehmen und ein paar Sekunden von beiden Seiten scharf anbraten. Fettuccine auf vorgewärmte Tellen geben. Mit Scampis, Kalbsrückensteak und Paprikaschaum anrichten und mit Basilikumblättchen garnieren.

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Bon appétit! Es war unglaublich köstlich!!!

Thunfischfilet mit Aubergine-Zucchini-Türmchen an Tomatenconfit

Dieses Wochenende steht im Zeichen des Schlemmens. Morgen haben Mr. P. und ich unseren zweiten Hochzeitstag und da wir das Wochenende ganz für uns alleine haben, wird wieder ausgiebig geschlemmt 🙂 Für den morgigen Sonntag hat Mr. P. geplant mich kulinarisch zu verwöhnen – da freue ich mich natürlich riesig, denn diese Gelegenheit ergibt sich nicht sooo oft, obwohl er ein ausgezeichneter Koch ist! Heute darf ich mich aber in der Küche austoben.

Thunfischfilet an Aubergine-Zucchini-Türmchen auf Tomatenspiegel

Zutaten für 2 Personen
400 g Thunfischfilet
2 mittelgroße Auberginen
2 mittelgroße Zucchini
7 Rispentomaten
2 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 Zweige Basilikum
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
Salz
Pfeffer
Olivenöl
getrocknete Kräuter der Provence
Kresse zum Garnieren
Fleur de Sel

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Zubereitung
Aubergine, Zucchini waschen und in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Tomaten waschen, vierteln und würfeln. Knoblauch und Schalotte abziehen und fein hacken. Thymian, Rosmarin und Basilikum waschen, trockentupfen und ebenfalls klein hacken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginen- und Zucchini-Scheiben von beiden Seiten anbraten. Auf Küchenpapier legen und abtropfen lassen. Leicht salzen, pfeffern und mit Kräutern der Provence würzen. In der Zwischenzeit etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Schalotte hinzugeben und glasig dünsten. Tomatenwürfel unterheben und 2 Minuten warm werden lassen. Zum Schluss die gehackten Kräuter dazugeben und vorsichtig umrühren.

Ich habe den Thunfisch nach dem Sous-vide-Verfahren gegart. Das feine Filet hat 25 Minuten im 46 °C warmen Wasserbad gelegen. Dann braucht man nur noch das Filet in einer heißen Pfanne von beiden Seiten max. 10 Sekunden anbraten. Gewürzt wird das Filet nach Belieben auf dem Teller. Für die konventionelle Zubereitung den Thunfisch in Olivenöl 1 Minute lang von beiden Seiten scharf anbraten, in Alufolie einpacken und 5 Minuten durchziehen lassen. Der Thunfisch wird schnell trocken, deswegen sollte man ihn nicht ganz durchbraten.

Zum Anrichten: Das Tomatenconfit auf vorgewärmten Tellern verteilen. Für die Türmchen die Auberginen- und Zucchini-Scheiben abwechselnd aufeinander schichten. Das Thunfischfilet aufschneiden und auf den Tellern anrichten. Mit Kresse garnieren und das Filet mit Fleur de Sel würzen.

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Viel Spaß beim Nachkochen – ich hoffe euch schmeckt’s 🙂

Hähnchenbrustfilet auf Spitzkohl-Tomaten-Gemüse

Heute gibt es etwas leichtes, was sich auch als „low-carb“ eignet, also genau das richtige für diejenigen, die ein paar Gramm abnehmen oder ihr Gewicht halten möchten 😉 Das Gericht ist auch super schnell gekocht und man benötigt nicht so viele Zutaten.

Zutaten für 2-3 Personen
600 g Spitzkohl
3 Tomaten (je nach Größe auch mehr oder weniger)
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
3 EL Butter
250 ml Gemüsebrühe
ca. 400 g Hähnchenbrustfilet
Salz
Pfeffer

Hähnchenbrustfilet mit Spitzkohl-Tomaten-Gemüse

Zubereitung
Den Spitzkohl putzen, waschen und vierteln. Anschließend in fingerdicke Streifen und dann rautenförmig schneiden.Tomaten waschen, vierteln, entkernen und in Würfeln schneiden. Schalotten und Knoblauch abziehen und klein hacken. 2EL Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten mit dem Knoblauch glasig dünsten, das dauert ca. 1-2 min. Den Spitzkohl hinzufügen und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Zudeckt bei mittlerer Hitze ca. 10 min köcheln lassen und ab und zu umrühren.

In der Zwischenzeit eine Pfanne mit Olivenöl erhitzen und die Hähnchenbrustfilet von beiden Seiten anbraten. Salzen und pfeffern nicht vergessen 🙂

Nach 10 Minuten Köchelzeit die Tomatenwürfel zum Spitzkohl geben und mit der restlichen kalten Butter verfeinern. Alles ordentlich durchrühren, und nach Geschmack salzen und pfeffern. Sobald die Butter geschmolzen ist, ist es fertig.

Das Spitzkohl-Tomaten-Gemüse mit den Hähnchenbrustfilets anrichten und mit Thymianblättchen dekorieren.

image1_webMmmhhh, köstlich! Und so einfach zu kochen 🙂

Schweinefilet-Medaillons mit grünem Spargel und Zucchini-Sticks an Rote Beete-Carpaccio

Die Spargelzeit neigt sich dem Ende zu und was gibt es bei uns?! Na klar, Spargel! Wenn es nach uns gehen würde, wäre die Spargelsaison viiiieel länger 😉

Diesmal etwas mit grünem Spargel, den wir über alles lieben.

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Zutaten für 2-3 Personen
500 g grünen Spargel
1 Zucchini
1 Rote Beete (gekocht)
ein paar Kirschtomaten
1 Zehe Knoblauch
500 g Schweinefilet
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Balsamico (dunkler)
1 EL Butter
1 Schalotte
Bratenfond
etwas Rotwein

Zubereitung
Spargel waschen, das untere Drittel schälen und in ca. 3 cm lange Rauten schneiden. Zucchini waschen und in 3-4 cm lange Sticks schneiden. Tomaten waschen, evtl. halbieren. Rote Beete schälen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Knoblauch abziehen und fein hacken.

Da wir seit ein paar Wochen das ultra-mega-sensationelle Sous-Vide-Gerät haben, bereiten wir unser Fleisch eigentlich nur noch nach der Niedriggarmethode in diesem Gerät zu. Wer kein Sous-Vide-Gerät hat, kann es natürlich auch auf die klassische Weise zubereiten. Dazu das Schweinefilet waschen, trockentupfen, von störenden Sehnen befreien. In heißer Pfanne von allen Seiten scharf anbraten, im vorgeheizten Backofen (120°C) ca. 15-20 min fertiggaren. Herausnehmen, salzen, pfeffern und in Alufolie fest wickeln.

Bei der Zubereitung im Sous-Vide-Gerät: Wassertemperatur 60°C, Garzeit 90 min (je nach Dicke der Filetstücke auch länger. Nach dem Wasserbad das Filet aus der Folie nehmen und in einer heißen Pfanne mit etwas Öl von allen Seiten ca. 15 Sekunden scharf anbraten (würzen kann man auf dem Teller).

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Für die Sauce: Schalotte abziehen und klein würfeln. Butter in einem Topf zerlassen und die Schalotte darin glasig dünsten. Mit 250 ml Bratenfond und 80 ml Rotwein ablöschen und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen. Evtl. etwas salzen und pfeffern.

Den Spargel (ohne Köpfe) in Olivenöl und etwas Butter ca. 7 min dünsten, Knoblauch hinzufügen. Im Anschluss die Zucchini-Sticks und die Spargelköpfe zufügen und weitere 7 min dünsten. Zum Schluss die Kirschtomaten hinzufügen und warmhalten.

Für das Dressing: 1 EL Olivenöl und 1 EL Balsamico vermischen, etwas salzen und pfeffern. Ordentlich durchrühren.

Anrichten: Die dünngehobelten Rote Beete Scheiben auf dem Teller schichten und mit dem Dressing beträufeln. Das Spargel-Zucchini-Gemüse auf dem Teller anrichten. Das Schweinefilet in fingerdicke Medaillons schneiden und auf dem Gemüse verteilen. Als Abschluss mit etwas Sauce dekorieren.

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Das war sooo lecker, dass die Teller ratzefatz leer waren.

Die Wartezeit bis zur nächsten Spargelsaison wird unendlich qualvoll 😦

Viel Spaß beim Nachkochen.

Erdbeer-Rhabarber Marmelade

Es ist endlich Sommer – sogar den offiziellen kalendarischen Sommer haben wir hinter uns. Heute sind die Temperaturen zwar nicht ganz sommertauglich, aber dadurch lassen wir uns nicht die Laune vermiesen.

Ich liebe den Sommer und alles was dazu gehört, unter anderem Erdbeeren! Mister P. (mein einzigartig toller Ehemann) und ich wollten eigentlich heute Erdbeeren auf einem Erdbeerfeld pflücken, um daraus dann eine leckere Marmelade zu kochen – es gibt einfach nichts besseres, als selbsthergestellte Marmelade – aber leider hat es zu regnen angefangen 😦 Somit haben wir unseren Plan über den Haufen geworfen. Bei meinem Einkauf auf dem Markt gab es zufällig – ok, es ist ja auch Erdbeer-Zeit – so richtig tolle wohlriechende kräftig rote Erdbeeren. Und da habe ich dann zugegriffen! Dies hat sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen.

So, der erste Part war geschafft. Erdbeeren hatten wir! Seit unserer Hochzeit im Sommer 2011, zu der wir selbstgemachte Erdbeer-Rhabarber Marmelade in kleinen Gläschen an unsere wundervollen Gäste verteilt haben, bin ich ein großer Fan dieser Geschmacksrichtung. Es schmeckt einfach fruchtig und erfrischend.

Nun hatte ich alle Zutaten gesammen – es konnte losgehen.

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Zutaten
Erdbeeren (Menge nach Belieben – je nachdem wie viele Gläser man möchte)
Rhabarber (ebenfalls nach Belieben)
Gelierzucker (Menge abhängig vom Zucker-zu-Frucht-Verhältnis) – ich habe den Gelierzucker für Erdbeerkonfitüre 1:1 genommen
Vanilleschote
Einmachgläser

Zubereitung
Rhabarber waschen, putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Da der Rhabarber von der Konsistenz her härter als Erdbeeren ist, habe ich ihn in einen großen Topf gegeben und schon etwas Gelierzucker drüber gegeben, damit er etwas Wasser ziehen kann. Anschließend die Erdbeeren waschen (nicht zu lange im Wasser lassen, sonst werden sie wässrig und verlieren ihren Geschmack), putzen und vierteln. Erdbeeren und den restlichen Gelierzucker (entsprend der Menge an Frucht) zu dem Rhabarber geben und alles ordentlich durchrühren. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem kleinen Messer rauskratzen. Mark und die Schote zu dem Fruchtgemisch im Topf geben und zum Kochen bringen. Sobald die Masse köchelt, Temperatur reduzieren und 10-12 weitere Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Einmachgläser vorbereiten. Diese müssen desinfiziert werden, damit sich die Marmelade möglichst lange hält und die Arbeit nicht umsonst ist. Das könnt ihr machen wie ihr möchtet. Ich habe diesmal die Variante: Doppelt-hält-besser angewandt. Zunächst Wasser aufgekocht und sowohl die Gläser als auch die Deckel mit kochendem Wasser überbrüht, damit alle Keime abgetötet wurden. Dann habe ich den Backofen auf ca. 100 °C vorgeheizt und dort die Gläser „getrocknet“. Vorsicht beim Rausholen der Gläser: sie sind heiß! Am besten ein Hand-/Geschirrtuch verwenden.

Nun geht es ans Pürieren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag Fruchtstückchen in Marmeladen sehr gerne, deswegen püriere ich die Fruchtmasse nicht so lange, so dass noch viele Fruchtstücke erhalten bleiben. Aber vorsicht: vor dem Pürieren die Vanilleschote entfernen! Wenn die Masse die gewünschte Konsistenz hat, können die Einmachgläser gefüllt werden. Denkt daran die Gläser ordentlich und fest zu verschließen, sonst hält sich die Marmelade nicht so lange. Nachdem die Deckel festgedreht sind, stelle ich die Gläser immer auf den Kopf, warum weiß ich eigentlich gar nicht. Meine Oma macht es so, meine Mama auch und jetzt mache ich das auch 🙂

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Mmmhhh… lecker! So habt ihr im Herbt und im Winter eine sommerliche Frische.